Thinking of Home




Seite 1
1 Missouri Road Song (Bill Staines)
2 Always a Train in My Dreams (Steve Gillette/Charles John Quarto)  
3 Across the Great Divide (Kate Wolf)
4 Starlight on the Rails (Utah Phillips)               
5 Johnny Hard (trad.)
6 I Pity the Poor Immigrant (Bob Dylan)
7 Stepstone (trad.)

Seite 2
1 Little Birdie (trad.)
2 Planter's Bar (Jerry Rasmussen)
4 The Ones Who Made Home (James Keelaghan)    
5 Gone, Gonna Rise Again (Si Kahn)
6 Circles (Harry Chapin)

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Die Musiker

Side 1

Missouri Road Song
guitar. vocal,
John Shreve
guitar, Bernd Beusmann
bass, Beate Sieker 

Always a Train in My Dreams
guitar. vocal, John Shreve
guitar,
Bernd Beusmann
bass,
Beate Sieker
banjo, Rolf Sieker 

Across the Great Divide
guitar, vocal, John Shreve
guitar,
Bernd Beusmann 

Starlight on the Rails
guitar, vocal, John Shreve
guitar, vocal. Jan van Roosendaal
bass,
Beate Sieker
banjo, Rolf Sieker 

Johnny Hard
vocal, John Shreve
guitar, Jan van Roosendaal
bass,
Beate Sieker
banjo, Rolf Sieker 

I Pity the Poor Immigrant
vocal, John Shreve
guitar, Jan van Roosendaal
bass.
Beate Sieker
keyboard, Rolf Sieker 

Stepstone
guitar, vocal, John Shreve
guitar,
Bernd Beusmann

 

Side 2

Little Birdie
vocal, John Shreve 

Planter‘s Bar
guitar, vocal, John Shreve
guitar, vocal, Jan van Roosendaal
banjo, Rolf Sieker 

The Ones Who Made Home
vocal, John Shreve
guitar, Jan van Roosendaal  

Gone, Gonna Rise Again
guitar. vocal, John Shreve
guitar Jan van Roosendaal  

Circles
lead vocal, J. Shreve
guitar. vocal, John Shreve
bass,
Beate Sieker

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Missouri Road Song
[deutsche Übersetzung]
Bill Staines

Oh, good morning, Missouri, and how have you been?
I've driven all night just to see you again
And there's thunder behind me and plenty of wind
And the mountains ahead where I'm going
 

This ragged old car says hello to you, too;
It's been many a mile since first we were through
Just a couple of drifters with nothing to do
But to go where the wind was a-blowing.  

Your cornfields lie waiting in the sweet summer sun
To bring back the life winter took on the run
And it's westward through small towns with a song to be sung.
Just a child of the open road.  

Oh, good morning, Missouri, the sun's at my back;
There's the sound of a horn of a fast-rolling Mack
As it runs up behind, as it burns down the track,
Just a-chasing the shadow before it.  

There's a feeling inside says I wish I could stay,
But there's songs to be sung and there's places to play,
And there's plenty of time on some other old day
To share one, maybe two, and remember.  

The dark of the night lifts away with the dawn;
The fools on the road will be out before long,
And the birds in the fields lift to flight with a song,
My song of the open road.

 


Missouri Reiselied

[englischer Text]

Guten Morgen, Missouri, wie geht es dir?
Ich bin die ganze Nacht gefahren, um dich wiederzusehen.
Hinter mir donnert es und ein starker Wind weht,
wo ich hinfahre sind die Berge.

Dieses alte Auto grüßt dich auch.
Viele Meilen sind wie gefahren seit dem letzten Besuch,
zwei Reisende mit keinem anderen Ziel
als dahin zu reisen wo der Wind weht.

Deine Maisfelder warten unter der Sommersonne,
um das Leben, das vom Winter genommen wurde,
zurückzubringen,
westwärts durch kleine Orten mit einem Lied auf der Zunge,
ein Kind der offenen Landstraße

Guten Morgen, Missouri, die Sonne ist hinter mir.
Da ist die Hupe eines schnellen Mack-Trucks,
der von hinten kommt und vorbeirast,
seinen Schatten davor jagend

Manchmal möchte ich bleiben,
aber es gibt Lieder zu singen und Orte, wo ich spielen möchte.
Aber an einem anderen tag wird es viel Zeit geben,
um ein oder zwei zu heben und sich zu erinnern.

Die Dunkelheit weicht dem Tagesanbruch.
Bald sind die Narren der Straße wieder da
und die Vögel der Felder erheben sich mit einem Lied,
mein Lied der offenen Straße.

 

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Always a Train in My Dreams
Steve Gillette; Charles John Quarto

hier klicken für den englischen Text

 

Immer ein Zug in meinen Träumen

Im Sommer fuhren die Züge an unserem Haus vorbei,
aber es waren die Pfeifen, die mich davon trugen.
Das Gefühl ist in meinem Herz noch
und es wird täglich stärker.

Während meiner ganzen Schulzeit, immer wieder
starrte ich zum Fenster hinaus und wartete auf ein Zeichen.
Es schien mir stets hingeschrieben zu sein
auf den Schienen der Eisenbahn.  

Es gab immer einen Zug in meinen Träumen,
immer fuhr die Eisenbahn direkt über mir.
Es gab nie eine Nacht in der ich nicht frei war.
Es gab immer eine Zug in meinen Träumen.  

Die Jahre pellten sich wie die Schalen eines Zwiebels,
werden immer süßer wenn der Regen hineinströmt.
Ich weiß wie es klingt und jetzt weiß ich was es bedeutet:
es gab immer einen Zug in meinen Träumen.

 

Die Geschichte der Eisenbahn in den USA begann mit der Lieferung der ersten britischen Lokomotive, die „Stourbridge Lion“, am 13. Mai 1829 in New York City. Im darauffolgenden Jahr wurde die erste Lokomotive, die in Amerika gebaut wurde, die „Best Friend of Charleston“ in den Dienst genommen. Für ein so großes Land war die Eisenbahn von besonderer Bedeutung. Mitte des 18. Jahrhunderts dauerte eine Reise von New York bis Philadelphia drei Tage. Um New Orleans zu erreichen, brauchte man drei Monate. Achtzig Jahre später hatte sich kaum etwas verändert.

1835 hatten sich bereits zweihundert Eisenbahngesellschaften gegründet und fast 1600 Kilometer Schiene waren fertiggestellt. Fünf Jahre später gab es schon 4800 Kilometer Schienen, mehr als im ganzen Europa. 1852 erreichte die Eisenbahn Chicago, die Stadt, die zum Mittelpunkt des amerikanischen Eisenbahnnetzes werden sollte, und am 22. Februar 1865 erreichte die Eisenbahn den Mississippi.  

Der Bau des Eisenbahnnetzes ging zügig voran, besonders im industrialisierten Norden, eine Tatsache, die im Bürgerkrieg zu der Überlegenheit des Nordens beitrug. Beim Ausbruch des Krieges führte mehr als die Hälfte der Eisenbahnschienen der Welt durch die nördlichen Bundesstaaten der USA. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, die Eisenbahn schuf die USA als Nation. Solange die Kommunikation begrenzt war, blieben die Vereinigten Staaten eine Konföderation. Regionalismus war ein prägendes Merkmal des Landes und eine der Hauptursachen für den Bürgerkrieg. Vor dem Bürgerkrieg war es üblich zu sagen, „the United States are“, danach, „the United States is“. Das goldene Zeitalter der Eisenbahn in den USA reichte vom Bürgerkrieg bis etwa 1930.  

1862 unterschrieb Abraham Lincoln, der seine politische Karriere als Förderer der Eisenbahn begonnen hatte, ein Gesetz, das den Bau einer transkontinentalen Eisenbahnstrecke vorsah. Vor dem Krieg hatte der Konflikt zwischen dem Norden und Süden eine Einigung über eine Route verhindert. Im Verlauf der zwei vorangehenden Jahrzehnte hatten die USA ihre westliche Grenze vom Missouri bis zum Pazifischen Ozean erweitert. 1850 war Kalifornien Bundesstaat geworden, aber bis zur Vollendung der transkontinentalen Eisenbahn blieb er ein Außenposten, der nur durch eine lange, beschwerliche Überlandreise oder per Schiff um Südamerika herum oder über Panama zu Fuß und dann mit einem weiteren Schiff zu erreichen war.  

Die Männer, die die erste transkontinentale Eisenbahn bauten, waren vorwiegend Veteranen des Bürgerkrieges, Männer aus beiden Armeen, „die wenig oder nichts zu verlieren hatten“ (Nothing Like It in the World. The Men Who Built the Transcontinental Railroad 1863-1869 , Stephen E. Ambrose. New York: Simon and Schuster, 2000. p. 137.) Viele waren irischer Herkunft. Mindestens dreihundert der Beschäftigten waren ehemalige Sklaven. (Nothing Like It in the World. p. 177.) Viele der Ingenieure waren ehemalige Offiziere der Armee des Nordens. Von der Westküste aus waren es, trotz rassistischer Vorurteile, vorwiegend Chinesen, die die Arbeit erledigten. 1865 arbeiteten siebentausend Chinesen für die Central Pacific Railroad und zweitausend weiße Amerikaner.  

Die Eisenbahn öffnete den Westen für Siedler und für diejenigen, die seine Naturresourcen ausbeuten wollten. Dee Brown hat geschrieben, „nur die dämonische Macht des ‚Eisernen Pferdes‘ und seine Schienen konnten den Westen erobern...“ (Hear That Lonesome Whistle Blow. The Epic Story of the Transcontinental Railroads, Dee Brown. New York: Henry Holt and Company, 1977. p. 3.)  

In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde der Eisenbahnbau ein Mittel, das zum Reichtum führte. Viele Strecken wurden zum Zweck der finanziellen Ausbeutung des Staates gebaut und nicht, um eine nötige Verkehrsverbindung herzustellen. Die Eisenbahngesellschaften erlangten ernorme politische Macht, subventionierten oder besaßen hunderte von Zeitungen und kontrollierten oder bestachen zahlreiche Journalisten. Sie mischten sich in Wahlkämpfe ein, auf der lokalen bis zur nationalen Ebene und prahlten offen damit, James A. Garfield ins Präsidentenamt gehievt zu haben, ein Mann, der beim Bau der ersten transkontinentalen Eisenbahn sich bereichert hatte. Indem sie lokale und nationale Regierungen kontrollierten, bezahlten die Eisenbahngesellschaften fast keine Steuer. Diese Macht führte zu der Entstehung von Organisationen, die sich für die Interessen der Farmer einsetzten und die es zum Ziel setzten, die Macht der Eisenbahngesellschaften einzuschränken, die aber am Ende von der Macht der Eisenbahn zerstört wurden.  

Als die USA in den Ersten Weltkrieg eintrat, waren die Eisenbahngesellschaften und ihr rollendes Material in einem so schlechten Zustand, daß der Staat sie übernehmen und wieder aufbauen mußte, um den Transport kriegswichtiger Güter zu sichern. Als der Krieg vorbei war, ging die neu aufgebaute Eisenbahn an die privaten Eigentümer zurück, die dann die Frechheit besaßen, eine Kompensation von mehr als eine Milliarde Dollar für ihre Verluste zu verlangen.  

1920 waren 2,1 Millionen Menschen bei der Eisenbahn beschäftigt und 1930 hielten 480.000 Kilometer Eisenbahnschiene das Land zusammen.

 Trotz der Exzesse der Eisenbahngesellschaften, war die Eisenbahn ein Symbol der Freiheit, die mit Bewegung gleichgesetzt wurde, und die ein fester Bestandteil des amerikanischen Mythos wurde. Die Lokführer waren Helden, die Unfälle – und in den ersten Jahren gab es viele – Gegenstand zahlreicher Balladen. Es heißt, der Rhythmus der Eisenbahn ist der Rhythmus der amerikanischen Musik.

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Across the Great Divide
Kate Wolf

hier klicken für den englischen Text

Jenseits der Wasserscheide
(oder) Die Schwelle des Todes überschreiten
(oder) Über die Rocky Mountains

Ich schlafwandele
zähle Probleme statt Schafe
wo die Jahre geblieben sind weiß ich nicht.
Ich drehte mich um und sie waren weg.  

Ich blätterte durch Schichten verstaubter Bücher
und vergilbter Papiere.
Sie erzählen eine Geschichte, die ich mal kannte
eine, die vor langer zeit abspielte.  

(Refrain)
Weg ist es — in die gestrige Zeit
Ich finde mich am Berghang wieder
wo die Flüsse die Richtung wechseln
Jenseits der Wasserscheide  

Ich hörte den Ruf der Eule,
leise, beim Anbruch der Dunkelheit,
mit einer Frage und ich antwortete,
aber sie ist über die Grenze getreten
(Refrain)  

Die schönste Stunde,
die ich je gesehen habe
ist die zwischen der Nacht und dem Sonnenaufgang
wenn die Dunkelheit hinweggerollt wird.
(Refrain)

 

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Starlight on the Rails
[deutsche Übersetzung]

Utah Phillips

I can hear the whistle blowing,
High and lonesome as can be,
Outside the rain is softly falling,
Tonight it's falling just for me.

(chorus)
Looking back along the road I've traveled,
The miles could tell a million tales,
Each year is like a rolling freight train,
And cold as starlight on the rails.

I think about a wife and family,
My home and all the things it means;
The black smoke trailing out behind me
Is like a string of broken dreams.
(chorus)  

A man who lives out on the highway
Is like a clock that can't tell time;
A man who spends his life just ramblin'
Is like a song without a rhyme.
(chorus)


Sternenlicht auf den Schienen
[englischer Text]

 Ich kann das Pfeifen des Zuges hören,
so hoch und einsam.
Draußen regnet es sanft.
Heute Nacht regnet es nur für mich.

(Refrain)
Wenn ich auf den Weg zurückblicke, den ich zurückgelegt habe,

könnten die Meilen eine Millionen Geschichten erzählen.
Jedes Jahr ist wie ein rollender Güterzug
und kalt wie Sternenlicht auf den Schienen.

Ich denke an Frau und Familie,
ein Zuhause und was das bedeutet.
Der schwarze Rauch hinter mir
ist wie eine Kette zerplatzter Träume.  

Ein Mann, der auf der Landstraße lebt,
ist wie eine Uhr, die die Zeit nicht anzeigt.
Ein Mann, der das Leben mit Herumtreiben verbringt,
ist wie ein Lied, das sich nicht reimt.

 

 

Zu „Starlight on the Rails“ schrieb Utah Phillips: „Ich denke, wenn man mit Eisenbahntrampern redet, oder irgendeinem anderen Nichtseßhaften, wirst du merken, daß das was ihnen zu schaffen macht, nicht die Wurzellosigkeit ist, sondern, daß sie kein Zuhause haben. Herumreisen ist nicht schlecht wenn du irgendwo hast, wo du herkamst und wo du hin kannst. Wenn du nirgendwo hin kannst, wird es schwieriger. Auf nichts kannst du dich verlassen, außer auf dich selbst. Und wenn du ein kaputter alter Penner bist, kannst du dich nicht mal gut auf dich selber verlassen. Ich schätze, dieses Lied dreht sich um den Begriff ’Zuhause’ mehr als um sonst was.“ (Utah Phillips, Starlight on the Rails & Other Songs. P. 60.)

Die Idee für dieses Lied stammt von einer Passage des amerikanischen Schriftstellers Thomas Wolfe.

„Wir gingen eine Straße in Cumberland entlang und bückten uns, weil der Himmel so tief herunter hing; und als wir London verließen, gingen wir kleine Flüsse entlang, in einem Land, das gerade groß genug war. Und nirgends war weit. Und der alte Hunger kehrte zurück, der schreckliche und dunkle Hunger, der Amerikanern quält und verletzt und uns zu Verbannten zu Hause macht und Fremden überall.

„O, ich werde das Land herauf und herunter bereisen. Ich gehe in den Westen, wo die Bundesstaaten quadratisch sind. Ich gehe nach Boise und Helena, Albuquerque und den zwei Dakotas und all den unbekannten Orten. Sag mal, Bruder, hast du das Gebrüll des D-Zuges gehört? Hast du Sternenlicht auf den Schienen gesehen?“ Thomas Wolfe

 

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Johnny Hard
[deutsche Übersetzung]
traditional

Johnny Hard he was a desperate little man
Carried a gun and a razor every day
He cut down a man on the free state line
You oughta seen Johnny Hard gettin' away, poor boy
You oughta seen Johnny Hard gettin' away.

Johnny Hard made a run for the free state line
There he thought he'd be free
But a man come walkin' and grabbed him by his arm
Sayin', Johnny come along with me (X2)

Johnny Hard he wrote his mammy and his dad
Sayin', "Come here and go my bail."
But money wouldn't go his murdering charge
So they laid Johnny Hard down in jail, yes, Lord (etc.)

Now the first one to visit Johnny Hard in jail
Was a girl with a rag on her head
Said, "I never thought I'd live to see you in jail.
I believe I would rather see you dead, Johnny Hard. (etc.)

Now the next one to visit Johnny Hard in jail
Was his little loving wife so brave
Said, "I'd rather see you in your winding sheets
Than to see you on that long rattling chain, great God."(etc)

Johnny Hard he stood in his jail cell
And the tears running down from his eyes
Said, "I've been the death of many-a deputy sheriff
But my six-shooter never told a lie, God knows," (etc.)

"I have run to the East, I have run to the West
Run just as far as I can
If I ever get loose from this ball and chain
I'm gonna make it for that free state line," (etc.)

"You got guards in the East, got guards in the West
Got guards this whole world round
But before I'd be a slave I,d rot down in my grave
You can take me to my hanging ground, Mr. Jailer," (etc.)


Johnny Hard
[englischer Text]

Johnny Hard war ein verzweifelter kleiner Mann,
trug jeden Tag eine Pistole und ein Messer.
Er erstach einen Mann an der Grenze zu den freien Staaten.
Du hättest sehen müssen, wie der arme Kerl abgehauen ist.

Johnny Hard flüchtete zu der Grenze der freien Staaten.
Dort meinte er frei zu sein,
aber der faßte ihn ein Mann an Arm
und sagte, „Komm mit.“

Johnny Hard schrieb an seine Mama und Papa,
schrieb, „Komm, bezahlt meine Kaution.“
Aber einer, der wegen Mord sitzt, kommt nicht frei,
also sperrten sie Johnny Hard weg.

Nun, die erste, die Johnny Hard im Gefängnis besuchte
war ein Mädchen mit einem Lumpen auf dem Kopf.
Sie sagte: „Ich hätte nie gedacht, ich sähe dich im Gefängnis.
Ich glaube, ich sähe dich lieber tot.“

Die nächste, die Johnny Hard im Gefängnis besuchte
war seine liebe kleine tapfere Frau.
Sie sagte: „Ich sähe dich lieber in deinem Leichentuch
als an jenem langen klappernden Kette.“

Johnny Hard stand in seiner Zelle
und die Tränen floßen von seinen Augen.
Er sagte: „Ich habe viele Hilfssheriffs getötet,
aber meine Pistole hat nie gelogen, weiß Gott.“

“Ich bin gen Osten gerannt, ich bin gen Westen gerannt,
bin gerannt so weit ich konnte.
Falls ich je von dieser Kette frei komme
werde ich zu der Grenze mit den freien Staaten fliehen.“

“Du hast Wächter im Osten, Wächter im Westen,
Wächter auf der ganzen Welt.
Aber ehe ich Sklave werde, verrotte ich in meinem Grab.
Du kannst mich zum Schafott bringen, Herr Gefängnisaufseher.“

 

 

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I Pity the Poor Immigrant
Bob Dylan

hier klicken für den englischen Text



Ich habe Mitleid mit dem armen Einwanderer

Ich habe Mitleid mit dem armen Einwanderer,
der sich wünscht, er wäre zu Hause geblieben,
der seine ganze Kraft darauf verwendet, Böses zu tun,
aber schließlich alleine zurückbleibt,
der Mann, der mit seinen Fingern schummelt und
der mit jedem Atemzug lügt
der sein Leben leidenschaftlich haßt
und ebenso seinen Tod befürchtet.  

Ich habe Mitleid mit dem armen Einwanderer,
dessen Kraft umsonst verbraucht wird,
dessen Himmel aus Eisen besteht,
dessen Tränen wie Regen fließen,
der ißt aber nie satt wird,
der hört aber nicht sieht,
der sich in Reichtum verliebt
und mir den Rücken kehrt.  

Ich habe Mitleid mit dem armen Einwanderer,
der durch den Schlamm trampelt,
der seinen Mund mit Lachen füllt,
und der seine Stadt mit Blut baut,
dessen Visionen schließlich
wie Glas zerbrechen müssen.
Ich habe Mitleid mit dem armen Einwanderer,
wenn seine Freude eintrifft.

 

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Stepstone
[deutsche Übersetzung]

I stood at the stepstone when schooldays were o‘er,
Longed for the time to go by,
Now that it‘s gone I stand here tonight
And bid this old stepstone goodbye.

(chorus)
Goodbye to the stepstone, goodbye to my home,
God bless the ones that I leave with a sigh,
Fields will be whitening and I will be gone
To ramble this wide world alone.

I stand at the stepstone at eventide now
Wind whistles by with a moan
Love now is gone as I stand here tonight
Goodbye to my stepstone and home.
(chorus)  

It‘s hard to be parted from those that we loved,
When reverses in fortune have come,
The world’s strongest of heart-strings are breaking in twain,
By the absence of loved ones and home.
(chorus)

 


Die Türschwelle
[englischer Text]

Ich stand auf der Türschwelle als die Schulzeit vorbei war
und wollte, dass die Zeit zerfließt.
Jetzt, da sie vorbei ist, stehe ich hier heut Nacht da
und nehme von der Türschwelle Abschied.

(Refrain)
Auf Wiedersehen die Türschwelle, auf Wiedersehen mein Zuhause.
Gott segne diejenige, die ich mit einem Seufzer verlasse.
Die Felder werden weiß und ich werde weg sein,
um diese weite Welt allein zu durchwandern.

Ich stehe nun abends an der Türschwelle,
der Wind pfeift mit einem Stöhnen.
Die Liebe ist weg und ich stehe hier heut Nacht.
Auf wiedersehen meine Türschwelle und mein Zuhause.

Es ist schwer von unseren Lieben getrennt zu sein,
wenn das Glück uns den Rücken kehrt,
das stärkste Herz zerbricht
durch die Abwesenheit von denen wir lieben und dem Zuhause.

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Little Birdie
[deutsche Übersetzung]

Little birdie, little birdie,
What makes you fly so high?
It's because I'm a true little bird
And I do not fear to die.

Little birdie, little birdie,
What makes your wing so blue?
It's because I've been a-grievin,,
A-grievin' after you.

Little birdie, little birdie,
What makes your head so red?
After all I've been through,
It's a wonder I'm not dead.

Little birdie, little birdie,
Come sing to me your song.
I've a short time to be here
And a long time to be gone.

Little birdie, little birdie,
What makes you fly so high?
It's because I'm a true little bird,
And I do not fear to die.


Kleiner Vogel
[englischer Text]

Kleiner Vogel, kleiner Vogel,
warum fliegst du so hoch?
"Weil ich ein treuer kleiner Vogel bin
und ich habe vor dem Tod keine Angst."

Kleiner Vogel, kleiner Vogel,
warum ist dein Flügel so blau?
"Weil ich in Trauer bin,
ich trauere um dich."

Kleiner Vogel, kleiner Vogel,
warum ist dein Kopf so rot?
"Wenn man alles bedenkt, was ich durchgemacht habe,
ist es ein Wunder, daß ich nicht tot bin."

Kleiner Vogel, kleiner Vogel,
komm, sing mir dein Lied.
Nur kurz bin ich hier
und so lange werde ich weg sein  

Kleiner Vogel, kleiner Vogel,
warum fliegst du so hoch?
"Weil ich ein treuer kleiner Vogel bin
und ich habe vor dem Tod keine Angst."

 

 

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Planter's Bar
[deutsche Übersetzung]
Jerry Rasmussen

Used to be I'd walk downtown
Down to Planter's Bar
Half the guys I knew those days
They didn't own a car
But if you knew the reg'lars
They were just like family
And it was, "How the hell you doing, Roy?"
And, "Have a drink on me."

And now they tore old Planter's down
To build another bank.
And no one evr goes downtown
To have a couple drinks.
And when you walk into a bar,
Nobody says hello. And it's getting so it's hard to find
A friendly place to go.

And now they ride the circuit
From Main to Courthouse Park,
And stop and have a couple beer
Down at the Bear Trap Bar.
And when the fights and music spill
Out into the street,
As I lie here on my bed,
I find it hard to sleep.

I never thought I'd end up living
In a hotel room,
Lying half awake all night
And sleeping until noon.
I guess I'll walk down to the Star
And grab a bite to eat,
Maybe see someone I know
Or sit and watch the street


Planter's Bar

[englischer Text]

Früher ging ich in die Stadt
in Planter’s Bar.
Die Hälfte meiner damaligen Bekanntschaft
hatte kein Auto,
aber kanntest du die Stammgäste,
sie waren wie eine Familie.
Es hieß, „Wie geht es dir, Roy?“
Und, „Der nächste Drink geht auf meine Rechnung.“

Dann riß man Planter’s ab,
um noch eine Bank zu bauen.
Und keiner geht mehr in die Stadt,
um ein paar zu heben.
Und wenn man eine Kneipe betritt,
sagt keiner, „Hallo“.
Es wird immer schwerer
ein freundliches Lokal zu finden.

Jetzt fährt man im Kreise
Von der Hauptstraße bis zum Gerichtspark,
und kehrt für ein paar Biere ein
in die Bear Trap Bar.
Und wenn die Streitereien und die Musik
auf die Straße hinaus fließen,
liege ich in meinem Bett
und finde keinen Schlaf.

Nie hätte ich gedacht,
daß ich zum Schluß in einem Hotel leben würde,
die halbe Nacht wach liegend
und bis Mittag schlafen.
Ich glaube, ich gehe zum Star
und esse ein Häppchen.
Vielleicht werde ich einen Bekannten sehen
oder nur da sitzen und die Straße beobachten.


Ein Lied aus Jerry Rasmussens Heimatstadt, Janesville, Wisconsin. Er schreibt: „Eines morgens früh 1982, als ich meine Familie besuchte, ging ich zum ’Star’, um eine Zeitung zu holen. Obwohl nicht viel los war, so früh am Tage, saß ein alter Mann auf den Stufen des London Hotels und beobachtete die Straße. Aus irgendeinem Grund, blieb er in meinem Gedächtnis haften und ich fing an, darüber nachzudenken, wie die Stadt sich in seiner Lebenszeit verändert hat und wie die Stadt nachts von den Jugendlichen übernommen wurde. Jetzt, da die Hauptstraße eine Einbahnstraße ist, rasen die Jugendlichen die Milwaukee Street herunter und die Court Street zurück zum Court House Park. Die Alten nennen sie ’Circuit Riders;. [ungefähr: Rundstreckenreiter].

Die meisten der alten Bars sind entweder abgerissen oder durch die „Circuit Riders“ übernommen worden. Sogar Star Billard ist jetzt weg...auf die andere Straßenseite gezogen und respektabel geworden als Star Restaurant und Tabakbar. Aber du kannst am vorderen Tisch sitzen und eine gute Sicht auf die Straße haben, während du eine Tasse Kaffee trinkst und es ist ein guter Ort alte Freunde zu treffen. Falls du reinschaust, grüße Frank von mir.“ (Heft zur LP The Secret Life of Jerry Rasmussen, Jerry Rasmussen. Folk-Legacy FSI-101.)

 

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The Ones Who Made Home
[deutsche Übersetzung]
James Keelaghan

From the banks of Belle Isle
To the Manhattan canyons
From Dad‘s scallop draeger
To working high steel
All of the roads we all have to roam
Let's drink to the ones who made home

From the corner of Main
To the rigs north of sixty
From the wheel of a combine
To pushin' the tool
From back lane to back road
And places unknown
Let's drink to the ones who made home

Many are leaving to seek out their stories
Their fortunes and fates are well known
There's one thing they crave
More than riches and glory
That they find some place that's their own

From the welfare hotel
To the single men's hostel
From barracks and shelters
To those in the streets
They don't need your pity
They can't be disowned
Let's drink to the ones who made home  

From the banks of Belle Isle
To the Manhattan canyons
From Dad's scallop draeger
To working high steel
All of the roads we all have to roam
Let's drink to the ones who find home


Die, die ein Zuhause fanden
[englischer Text]

Von den Ufern von Belle Isle
zu den Schluchten von Manhatten,
von Vaters Kammuschel
zu der Arbeit an den Wolkenkratzern,
all die Wege, die wir zurücklegen müssen.

Von der Hauptstraße
zu den Bohrinseln nördlich des 60. Breitengrades,
vom Lenkrad eines Mähdreschers
zur Arbeit mit dem Werkzeug,
von der Gasse zur der entlegenen Landstraße
und all den unbekannten Orten.
Trinken wir auf die, die ein Zuhause fanden.  

Viele hauen ab, um ihre eigene Geschichten zu suchen.
Ihr Glück und Schicksale sind wohl bekannt.
Eins ist ihnen wichtiger
als Reichtum und Ruhm,
daß sie einen Ort finden, den sie ihren eigenen nennen können.

Vor der billigen Pension zum Asyl für alleinstehenden Männer,
von Baracken und Herbergen zu den Menschen auf der Straße.
Sie können Ihr Mitleid nicht gebrauchen.
Sie können auch nicht geleugnet werden.
Trinken wir auf die, die ein Zuhause fanden.

 

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Gone, Gonna Rise Again
Si Kahn

hier klicken für den englischen Text


Tot, steht wieder auf

Ich erinnere mich an das Jahr, in dem mein Großvater gestorben ist.
Tot, steht wieder auf.
Wir hoben sein Grab am Berghang aus.
Tot, steht wieder auf.
Ich war zu jung, um zu begreifen
was das Land ihm bedeutete.
Aber seine Geschichte konnte ich in seinen Händen lesen.
Tot, steht wieder auf.

Da ist Mais in der Krippe und Äpfel im Kasten.
Tot, steht wieder auf.
Schinken in der Räucherkammer und Baumwolle in der Entkernungsmaschine.
Tot, steht wieder auf.
Kühe in der Scheune und Schweine im Stall.
Weiß du, viel besaß er nie,
aber er arbeitete wie der Teufel für das, was er hatte.
Tot, steht wieder auf.  

Die Apfelbäume am Berg,
Tot, steht wieder auf.
er pflanzte sie kurz vor seinem Tod.
Tot, steht wieder auf.
Er wüßte wohl, er würde nie rote Früchte am Baum sehen,
aber er pflanzte die Samen für seine Kinder und für mich.
Tot, steht wieder auf.  

Hoch am Hang über der Farm,
Tot, steht wieder auf.
ich denke an die, die vor mir gegangen sind.
Tot, steht wieder auf.
Wie ein Baum, der am Berg wächst,
die Stürme des Lebens haben sie umgehauen.
Aber das neue Holz wächst aus den Wurzeln unter der Erde.
Tot, steht wieder auf.



Dieses Lied basiert auf einer Geschichte aus dem Talmud, die Si Kahns Vater ihm erzählte. Ein sehr alter Mann gräbt ein Loch in seinem Garten. Jemand fragt ihn, warum er das täte und er antwortet, „Morgen werde ich einen Olivenbaum pflanzen.“ Der andere lacht ihn aus: „Alter Mann, vielleicht werden Ihre Urenkel die Früchte pflücken – aber Sie werden längst nicht mehr sein. Wissen Sie nicht, ein Olivenbaum trägt erst nach neunzig Jahren Frucht.“ „Wenn das so ist“, sagte der alte Mann, „pflanze ich den Baum lieber heute.“ (Si Kahn Songbook, Milwaukee: Hal Leonard Publishing Company, 1989.p. 26.)

 

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Circles
Harry Chapin

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Kreise

(Refrain)
Mein ganzes Leben ist ein Kreis,
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.
Der Mond rollt durch die Nacht
bis der Tagesanbruch wiederkommt.  

Es scheint mir, ich bin schon hier gewesen, weiß nicht mehr wann es war.
Ich habe das merkwürdige Gefühl, wir werden uns alle wiedersehen.
Mein Leben besteht aus keinen geraden Linien; alle meine Wege haben Kurven,
keine eindeutige Anfänge, bisher keine Sackgassen.  

Ich habe dich schon tausendmal getroffen, wie du mich auch.
Dann verlieren wie uns wieder, es ist wie ein Kinderspiel.
Aber jetzt, dass ich dich wiederfinde, kommt mir der Gedanke:
unsere Liebe ist wie ein Kreis, drehen wir noch mal eine Runde.

 

 

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