Bücher

John Shreve

Gleichschaltung: Die nationalsozialistische Revolution 1933 auf dem Land

Gleichschaltung: Die nationalsozialistische Revolution 1933 auf dem Land

Wie unter einem Vergrößerungsglas betrachtet der Autor die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation des ländlichen Raums um die Städte Belzig, Treuenbrietzen, Niemegk und Beelitz südwestlich von Berlin am Ende der Weimarer Republik und beschreibt deren Entwicklung im Jahr 1933. Eingebettet in eine Vielzahl von Aufmärschen und Dorffesten und flankiert von Terrormaßnahmen gegen einzelne Personen vollzog sich die „Gleichschaltung“ aller Institutionen und ihrer Mitglieder zügig und kaum unter Zwang. Es entwickelte sich eine Eigendynamik, die die Menschen zunehmend befürchten ließ, nicht mehr dazuzugehören und aus der dörflichen Gemeinschaft ausgegrenzt zu werden. Von den Kirchen bis zu den Kriegervereinen, von den Gesangs- und Sportvereinen bis zu den Imker- und Kleintierzuchtvereinen unterwarfen sich folglich die meisten Menschen gern und freiwillig dem neuen Regime.

€ 20


A Pilgrim and a Stranger: A Memoir Part One

A Pilgrim and a Stranger: A Memoir Part One

A Pilgrim and a Stranger is a memoir of a boy growing up in the American Midwest in the 1950s and 1960s, telling the story of an America before superhighways and shopping centers blighted the land. As a teenager, he went to live in Germany and spent months traveling alone through Europe, still very much a post-war world. In the 1970s, he came of age in Missoula, Montana, where he experienced wilderness and new intellectual and spiritual worlds, and then in Berlin, Germany, where he worked as a dishwasher in the divided city. It is a story of personal discovery and expanding horizons against the background of religious fundamentalism, the social revolution of the 1960s, the Vietnam War, political terror in Germany, failed relationships and intellectual and spiritual searching.

€ 18


A Pilgrim and a Stranger: A Memoir Part One

A Pilgrim and a Stranger: A Memoir Part One

A Pilgrim and a Stranger is a memoir of a boy growing up in the American Midwest in the 1950s and 1960s, telling the story of an America before superhighways and shopping centers blighted the land. As a teenager, he went to live in Germany and spent months traveling alone through Europe, still very much a post-war world. In the 1970s, he came of age in Missoula, Montana, where he experienced wilderness and new intellectual and spiritual worlds, and then in Berlin, Germany, where he worked as a dishwasher in the divided city. It is a story of personal discovery and expanding horizons against the background of religious fundamentalism, the social revolution of the 1960s, the Vietnam War, political terror in Germany, failed relationships and intellectual and spiritual searching.

€ 15


Liebe im Kalten Krieg: Eine wahre Geschichte aus absurder Zeit

Liebe im Kalten Krieg: Eine wahre Geschichte aus absurder Zeit

Sich in den späten 1970er Jahren in Berlin zu verlieben wäre das Normalste der Welt gewesen, aber in jenen Jahren war Berlin alles andere als eine normale Stadt. Dies ist die wahre Geschichte eines deutsch-amerikanischen Paares, das durch die Berliner Mauer getrennt war. Sie wollten nur heiraten, wurden aber mit der absurden Wirklichkeit der getrennten Stadt konfrontiert. Erst fünf Jahre nachdem sie sich kennenlernten, durften sie heiraten. Der Autor ging hunderte Male durch die Mauer, wurde ausgefragt, durchsucht, festgehalten und mehrmals wurde ihm die Einreise nach Ost-Berlin verweigert. Weil seine Frau einen Amerikaner heiraten wollte, wurde sie zur Staatsfeindin. Die beiden wurden bespitzelt, verfolgt, und von der CIA, der Stasi und dem KGB der Spionage verdächtigt. Dies ist die persönliche Geschichte der letzten 18 Monate ihres Kampfes um die Heiratserlaubnis. Gleichzeitig zeigt sie ein Portrait der Absurdität der geteilten Stadt Anfang der 1980er Jahre. Wie der Autor schreibt: „Wir waren Kleindarsteller in einem absurden Theater namens Kalter Krieg.“

€ 15


Kriegszeit: Das ländliche Deutschland 1914–1919 Belzig und Kreis Zauch-Belzig

Kriegszeit: Das ländliche Deutschland 1914–1919 Belzig und Kreis Zauch-Belzig

Dieser Band erzählt anschaulich die Geschichte des Ersten Weltkriegs aus der Perspektive der kleinen Stadt Belzig, nahe Berlin, und ihrer ländlichen Umgebung. Der Krieg berührte jeden Aspekt des Lebens: die Landwirtschaft, die öffentliche Verwaltung, die Kirche, das Transportwesen und nicht zuletzt die zwischenmenschlichen Beziehungen. Der Mangel an Lebensmitteln, Seife, Brennstoffen und vielem mehr führte zu einer Kriminalisierung des Alltags, weil die Menschen sich gezwungen sahen, gegen geltende Gesetze zu verstoßen, um zu überleben. Diese Verwischung der Grenze zwischen Recht und Unrecht untergrub die Autorität des Staates. Schließlich veränderte der Krieg sogar das Verhältnis zu Zeit und Tod. Nach dem Waffenstillstand herrschte eine allgemeine Verelendung. Die Grundlagen der ländlichen Gesellschaft die Monarchie, der Adel und die Kirche waren verschwunden oder schwankten.

€ 20


Reetz. Ein Dorf in der Brandtsheide 1861-1961

Reetz. Ein Dorf in der Brandtsheide 1861-1961

Ein Amerikaner kommt 1968 nach Deutschland, studiert an den Universitäten Marburg und Berlin Deutsch und Geschichte, erwirbt gar den Doktortitel, findet eine Frau, die aus Reetz, dem Dorf in der Brandtsheide, stammt, gründet eine Familie (zwei Kinder) und findet Zugang zu den Fläming-Bewohnern, die er ebenso achtet und verehrt wie seine Ehefrau Christiane. Die Reetzer Gespräche bei Schwiegereltern, Freunden und Ortskundigen machen ihn neugierig, und er fragt weiter nach, erhält Antworten, findet die große Weltgeschichte hier im Kleinen wieder. Es begegnen ihm auch verschlossene Leute, die über alles Gewesene nicht reden wollen. So bleibt manche Frage unbeantwortet.
Es entsteht eine Chronik von Reetz, die er durch die Mithilfe vieler wie ein Mosaik zusammensetzt. Er wendet Tausende von Stunden neben seiner Arbeit auf, um die Details in Bibliotheken und Archiven in Berlin, Potsdam und Brandenburg, in alten Zeitungen, Briefen, Diktatheften und Reetzer Protokollen zu finden. Umfangreicher als alle Chroniken, die in der Region in den letzten Jahren erschienen sind, präsentiert sich uns die Reetzer Geschichte. John Shreve spricht Themen an, über die in den letzten Jahrzehnten kaum geredet wurde, die aber zum Verständnis der Ereignisse unseres dramatischen Jahrhunderts von Wichtigkeit sind. Für Ortschronisten ist das Buch die Demonstration einer Methode der Heimatforschung, die vor allem die Menschen einbezieht, die dort gelebt und erlebt haben. Ihnen sei gedankt, dass sie mit Erinnerungen und Dokumenten an dem Buch mitgearbeitet haben.
Mögen die nächsten Generationen darin Antworten finden auf ihre Frage, warum alles das geschehen konnte. Und mögen sie daraus erkennen, dass sich Unmenschliches und Machtmissbrauch nie wiederholen darf. Mögen sie aber auch aus den Versuchen, das Leben auf dem Dorf mitzugestalten, Anregungen erhalten. Wir wünschen dem Buch eine freundliche Aufnahme und danken dem Autor John Shreve für seine unermüdlich Arbeit.

vergriffen


Nur wer sich ändert, bleibt sich treu: Wolf Biermann im Westen: Wolf Biermann im Westen.

Nur wer sich ändert, bleibt sich treu: Wolf Biermann im Westen: Wolf Biermann im Westen.

Wolf Biermann ist aus den Schlagzeilen verschwunden. Im Westen nichts Neues? Doch. Seit November 1976, dem Monat seiner Ausbürgerung aus der DDR, hat Biermann eine fruchtbare und befreiende Entwicklung durchgemacht. Seine Ausbürgerung bedeutete nicht nur den Verlust seiner politischen und künstlerischen Heimat, sondern auch eine Chance, sich aus den Widersprüchen seiner damaligen Situation zu befreien. In der Bundesrepublik mußte Biermann seine politischen Überzeugungen sowie seine Rolle als Liedermacher grundsätzlich in Frage stellen. Heute hat Biermann ein anderes politisches und künstlerisches Selbstverständnis. Dennoch stellt man eine Kontinuität in seinen Grundüberzeugungen fest. In seinen neueren Schriften spielen die Widersprüche in der menschlichen Natur die zentrale Rolle.

vergriffen