Presse

John Shreve

Presseberichte


Märkische Allgemeine

2. August 2011

KONZERT: Anekdoten vom Ami

John Shreve mehr als nur Ersatz

JESERIG/FLÄMING – Das Konzert am Vorabend des Seefestes hat Tradition. Nach der Renovierung war beschlossen worden, die Dorfkirche für jede Art der Musik zu öffnen.

„Wir veranstalten ein Konzert in der Kirche, nicht zwingend ein Kirchenkonzert“, sagt Organisatorin Ingrid Weinholz. Viele verschiedene Künstler waren schon zu Gast. Diesmal der im Fläming schon bestens bekannte John Shreve.

Er gab mit seiner Truppe American Folk und Country zum Besten. Obwohl erst kurzfristig eingeladen, nahm er den Auftritt gern in Angriff. Dabei war sein Stammgitarrist in Urlaub und ein neuer Künstler musste gefunden und eingearbeitet werden.

Was aber überhaupt nicht auffiel, bis auf die kurzen Absprachen zwischen den Liedern. „So ist das bei Künstlern“, informierte der Sänger schmunzelnd das Publikum, „wir entscheiden erst auf der Bühne, in welcher Tonart gespielt wird.“

Diese lockere Art der Moderation, bei der John Shreve kleine Anekdoten aus seinem Leben zum Besten gab, begeisterte die Zuhörer. Angetan war das Ensemble auch von der ausgezeichneten Akustik in dem Gotteshaus.

Mit dem Konzert gewann John Shreve viele neue Fans, die sicher bei einem weiteren Auftritt dabei sein werden.

— E. L.


Music-Eagle

Zeitschrift für die Freunde der Country & Western Music
April–Juni 2007

Wild and Windy Places

Ende 2004 konnten wir mit From Texas to Montana die erste CD von John Shreve vorstellen. Nun liegt mit Wild and Windy Places die zweite CD des in Berlin lebenden Amerikaners vor.

Wieder hat sich John Shreve sechzehn Lieder aus dem amerikanischen Westen ausgesucht, um sie mit verschiedenen Berliner Musikern neu zu interpretieren.

Waren es auf der ersten CD noch die Lieder des alten Westens, so geht es thematisch dieses Mal etwas weiter voran in der Zeitlinie.

Neben einigen traditionellen Songs aus dem amerikanischen Westen sind auch Titel vertreten, die bis weit in das zwanzigste Jahrhundert hineinreichen. Mehrere Lieder von Woody Guthrie und Pete Seeger finden Verwendung. Auch Songs von Tom Russell und Ian Tyson werden neu interpretiert.

Die Lieder sind nur sparsam instrumentiert, doch die wenigen akustischen Instrumente setzen die Akzente genau an den richtigen Stellen. Alles lebt von der eindringlichen und zugleich sanften Stimme John Shreves.

Stilistisch bewegen sich die Lieder zwischen Westernmusik sowie amerikanischer und irischer Folkmusik. Gelegentlich klingen auch schottische oder indianische Ursprünge durch.

Es wird keineswegs eine heile Welt des Westens besungen. Vielmehr geht es um das schwere und oft von Armut geprägte Leben. Auch unangenehme Ereignisse aus der Vergangenheit werden thematisiert.

Dazu gehören das Massaker an den Arbeitern von Ludlow sowie die Internierung der japanischstämmigen Bevölkerung in Manzanar nach dem Angriff auf Pearl Harbor.

Insgesamt ist es wieder eine ausgezeichnete CD zum aufmerksamen Zuhören. Wer sich für die amerikanische Geschichte interessiert, findet hier eine wunderschöne Aufnahme, die viel zu schade ist, um nur im Hintergrund zu laufen.


Western Mail

Februar 2007

"Eine feine, nuancierte CD. Ruhig, spärlich und prägnant instrumentiert, etwas zum Genießen für alle, die sich in die Geschichte der Musik des amerikanischen Westens verlieren möchten.“

Dany's Club

Neu-Ulm, März 2006

John Shreve und seine Begleiter brachten ihre Westernmusik in Dany's Club in Neu-Ulm zu Gehör. Die Musik wirkte angenehm kraftvoll und John erläuterte die Hintergründe seiner Lieder.

Dadurch wurde der Zugang zu einer Welt eröffnet, die den Ballast des modernen Lebens bewusst hinter sich lässt. Viele der Lieder erzählen von Cowboys, harter Arbeit, der Geschichte der amerikanischen Ureinwohner und den Landschaften Montanas.

Zu den gespielten Liedern gehörten unter anderem Wild Montana Skies, Montana Backroads, Crossing the Pecos, Power in the Wind, White Women's Clothes, Cold Missouri Waters, Diamond Joe, Blue Wing und Manzanar.

John Shreve verbindet die Musik mit Geschichten aus der amerikanischen Geschichte und vermittelt seinem Publikum dadurch weit mehr als nur ein Konzert.

— Friedrich Hog


Country Times

Die Clubzeitschrift der Country & Western Friends Koetz 1982 e.V.
März/April 2005, Nr. 125

Am 29. Januar 2005 trat John Shreve im Berliner Fontanehaus auf der Bühne des Bluebird-Café-Labels auf.

Seine Homepage bietet ausführliche Informationen zu seinen Liedern aus dem amerikanischen Westen, einschließlich Übersetzungen, historischen Hintergründen und Informationen zu seinen musikalischen Vorbildern.

Dazu gehören Steve Earle, Woody Guthrie, John Prine, Ian Tyson und Andy Wilkinson.

Die hohen Erwartungen werden erfüllt. John Shreve ahmt seine Vorbilder nicht einfach nach. Die abwechslungsreichen Arrangements und die ausgezeichnete Instrumentierung machen das Album lebendig und zeitlos.

Vier kurze Gedichte, zwei Duette und ein Banjo-Instrumental ergänzen die Frontiersongs mit irischen und mexikanischen Einflüssen.

Seine sympathische und angenehm melancholische Stimme erinnert gelegentlich an John Prine, Woody Guthrie, Peter LaFarge oder Franz Josef Degenhardt.

John Shreve ist absolut hörenswert, lesenswert und sehenswert. Zumindest in Europa sucht er seinesgleichen.

— wjo


Music-Eagle

Zeitschrift für die Freunde der Country & Western Music
Oktober–Dezember 2004

From Texas to Montana

Bluebird Café Berlin Records CD 04-0015

John Shreve ist ein Amerikaner, der heute in Berlin lebt. Er studierte und unterrichtete an mehreren Universitäten in den USA und Europa. Seit den späten siebziger Jahren lebt und arbeitet er in und um Berlin.

Musikalisch hat er sich der Westernmusik verschrieben. Diese CD ist eine Reise durch Zeit und Raum in den alten Westen.

Mit allen seinen harten und schönen Seiten wird dieser Westen in Liedern und Geschichten beschrieben. John Shreve hat vierundzwanzig Titel ausgewählt und arrangiert.

Mit viel Liebe zum Detail hat er traditionelle Lieder und Titel bekannter Western-Songwriter wie Andy Wilkinson und Ian Tyson zusammengestellt.

Mit Berliner Musikern wurden die Stücke mit Gitarre, Bass, Banjo, Fiddle, Mundharmonika, Mandoline, Dobro, Cello und Akkordeon umgesetzt. Schlagzeug und elektrische Instrumente sucht man vergeblich.

Die sparsame Instrumentierung lässt die einzelnen Titel nach Weite und Einsamkeit klingen. Dazu passt John Shreves weiche und sanfte Stimme.

Auch einige kurze Western-Gedichte wurden in die CD aufgenommen. Alle Titel fügen sich zu einem überzeugenden Gesamteindruck zusammen.

John Shreve steht mit dieser CD in der Tradition von Michael Martin Murphey und Don Edwards. Selten hat eine in Deutschland produzierte CD so amerikanisch geklungen.

Als Zugabe ist Walking After Midnight zu hören, gesungen von Kay Shreve, der Mutter von John Shreve.

Rolf Baerenwald