Das Jahr 1933
Alle Zitate stammen aus der Belzig-Reetz-Wiesenburger Zeitung.
Am 30. Januar 1933, dem Tag, an dem Adolf Hitler vom Reichspräsidenten von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt wurde, wehte zum ersten Mal die Hakenkreuzfahne über Reetz, und zwar vom Giebel des Schulhauses.
Lehrer Gottschalk stand am Pult, als zwei junge Männer in SA-Uniform das Klassenzimmer betraten und „Heil Hitler“ riefen.
Sie sagten, sie hätten ihre Fahne mitgebracht und Gottschalk möge die alte republikanische Fahne herunterreißen und ihre hissen.
Der Lehrer, der Sozialdemokrat war und noch nicht von der Ernennung Hitlers gehört hatte, erklärte, er wisse von nichts und werde das nicht tun.
Tun Sie, was Sie nicht lassen können.
Daraufhin holten die beiden von Frau Gottschalk den Schlüssel zum Dachboden und hissten ihre Fahne.
Die Reichstagswahl vom März 1933
Bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 stimmten die Reetzer zum ersten Mal mit einer absoluten Mehrheit von 51,1 % für die Nationalsozialisten.
Die SPD erhielt 37,3 % der Stimmen. Die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot erhielt 52 Stimmen beziehungsweise 11 %.
Drei Reetzer wählten die KPD.
Auch bei der gleichzeitig stattfindenden preußischen Landtagswahl konnte die NSDAP in Reetz eine absolute Mehrheit erzielen.
Dabei blieb die Stammwählerschaft der SPD weitgehend intakt. Die Sozialdemokraten erhielten lediglich neun Stimmen weniger als im November 1932.
Reetz blieb damit eine regionale Hochburg der SPD.
Die Gemeindewahl
Eine Woche später fanden Wahlen zum Provinziallandtag Brandenburg, zum Kreistag und zur Gemeindevertretung statt.
Von besonderem Interesse war die Gemeindewahl. Neben der Einheitsliste trat die Nationale Volksgemeinschaft an, hinter der die Nationalsozialisten standen.
Bei einer Wahlbeteiligung von etwa 67 % erhielt die Einheitsliste 261 von 439 abgegebenen Stimmen, also 59,5 %.
Die Nationale Volksgemeinschaft erhielt 178 Stimmen beziehungsweise 40,5 %.
Die Nationalsozialisten hatten damit zu Beginn des sogenannten Dritten Reiches keine Mehrheit in der Gemeindevertretung von Reetz.
Parteieintritte im Dorf
Es lässt sich heute nicht mehr genau feststellen, wie viele Mitglieder die NSDAP in Reetz bereits vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler hatte.
Auch die Zahl der Reetzer, die 1933 in die Partei eintraten, lässt sich nicht vollständig rekonstruieren.
Aus 1945 gesammelten Informationen sind für das erste Jahr vierzehn Parteieintritte bekannt.
Darunter befanden sich mehrere führende Persönlichkeiten der Gemeinde, darunter Franz Wernicke, Hermann Gottschalk, Richard „Erdmann“ Senst und Ewald Friedrich.
Wernicke und Gottschalk traten der NSDAP am 5. Mai bei.
Gottschalk hatte sich bereits am 11. April dem Nationalsozialistischen Lehrerbund angeschlossen.
Seine Tochter Ursula Kern erinnerte sich:
Das war das Schlimme, daß meinem Vater dieser Nationalsozialismus zum Verhängnis geworden ist, weil er an sich überhaupt davon nichts wissen wollte. Die Lehrer mußten alle, die durften sonst nicht unterrichten.
Antisemitische Maßnahmen
Die Belzig-Reetz-Wiesenburger Zeitung berichtete ausführlich und unkritisch über den Boykott jüdischer Geschäfte und die ersten antisemitischen gesetzlichen Maßnahmen.
Am 4. April berichtete das Blatt über die Entlassung sogenannter nichtarischer Beschäftigter im öffentlichen Dienst.
Gleichzeitig wurde der politische Aufstieg Hitlers in der Lokalzeitung zunehmend gefeiert.
Der 1. Mai
Der 1. Mai war eine alte Forderung der Arbeiterbewegung. Nun erklärten ihn ausgerechnet die Nationalsozialisten zum Feiertag der nationalen Arbeit.
Am 30. April fand aus diesem Anlass in der Reetzer Kirche ein Festgottesdienst statt.
Die Vereine beteiligten sich und der Kirchenchor sang.
Nur einen Tag nach den nationalsozialistischen Maifeierlichkeiten wurden die freien Gewerkschaften zerschlagen.
Bund Deutscher Mädel
Ende Oktober 1933 fand im Saal des Lokals Mehlitz ein Werbeabend für den Bund Deutscher Mädel statt.
Die Veranstaltung sollte auch in Reetz und Umgebung neue Mitglieder gewinnen.
Die Mädelschaft Neuehütten führte eine Dorfkomödie auf, während die Gruppe aus Wiesenburg alte Kostümtänze zeigte.
Der Abend hatte laut dem zeitgenössischen Bericht einen außergewöhnlich großen Zuspruch.
Die Gleichschaltung der Gemeinde
Am 12. November 1933 fand erneut eine Reichstagswahl statt. Diesmal standen nur noch Kandidaten der NSDAP zur Wahl.
Die anderen Parteien waren inzwischen verboten oder hatten sich aufgelöst.
Von 653 wahlberechtigten Reetzern wurden 613 gültige Stimmen gezählt, die alle für die Einheitsliste gestimmt haben sollen.
Die Gleichschaltung des Dorfes zeigte sich auch in einem Wechsel der politischen Führung.
Gemeindevorsteher Franz Wernicke schied im November 1933 aus seinem Amt.
Sein Nachfolger wurde Förster Kurt Grohmann, der 1934 wiederum von Hermann Friedrich abgelöst wurde.
Die NSDAP in Reetz
Trotz des Mangels an schriftlichen Belegen lässt sich die Entwicklung der NSDAP in Reetz teilweise rekonstruieren.
Die ersten Reetzer Nationalsozialisten gehörten organisatorisch zunächst zur Parteiorganisation in Wiesenburg.
Diese war am 1. Juni 1929 mit sechs Parteigenossen gegründet worden.
Aus der Wiesenburger Organisation entstanden später die Stützpunkte Jeserig-Jeserigerhütten, Neuehütten und Reetzerhütten.
Reetz und Reppinichen gehörten zunächst zum Stützpunkt Reetzerhütten.
Carl Eduard Brandt von Lindau
Ortsgruppenleiter in Wiesenburg war 1933 Baron Carl Eduard Brandt von Lindau.
Er war der letzte Träger des Namens einer Familie, die über mehrere Jahrhunderte die Geschichte der Brandtsheide geprägt hatte.
Brandt von Lindau kannte Hitler bereits aus Bayern und war 1930 in die NSDAP eingetreten.
Er unterstützte die SA und wurde später Ortsgruppenleiter, Kreispropagandaleiter und stellvertretender Kreisleiter.
Der Stützpunkt Reetzerhütten
Stützpunktleiter in Reetzerhütten war Erich Grohmann.
Hermann Friedrich aus Reetz war Organisationsleiter, August Ihlow Sportwart und Hermann Gottschalk Schulungsleiter.
Vermutlich im Oktober 1934 wurde Reetzerhütten zur Ortsgruppe erhoben.
Sie bestand aus den drei Zellen Reetzerhütten, Reetz und Reppinichen.
Zellenleiter in Reetz wurde Hermann Lüdecke.
Die Fahnenweihe in Reetzerhütten
Die erste große nationalsozialistische Feier nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler war die Weihe der Parteifahne in Reetzerhütten am 20. August 1933.
Trotz starken Regens sollen sich etwa 1500 Teilnehmer am Festzug beteiligt haben.
Turn-, Schützen-, Krieger-, Handwerker- und Gesangvereine, NSDAP, NSBO, Bund Deutscher Mädel, Jungvolk, SA und Schulkinder nahmen teil.
Landrat von Werder hielt die Weiherede.
Er stellte die nationalsozialistische Machtübernahme ausdrücklich nicht nur als Regierungswechsel, sondern als Durchsetzung einer neuen Weltanschauung dar.
Nach der Fahnenweihe wurden Wettbewerbe, Schießveranstaltungen, eine Lotterie und weitere Volksfestaktivitäten durchgeführt.
Reetz wird eigener Stützpunkt
Die Beteiligung der Reetzer Parteimitglieder entsprach allerdings nicht immer den Erwartungen der Parteiführung.
Bei Parteiversammlungen wurde wiederholt über mangelnde Teilnahme geklagt.
Am 1. Februar 1935 wurde Reetz schließlich zum selbstständigen Stützpunkt erhoben.
Stützpunkt- und Schulungsleiter wurde Hermann Gottschalk.
Seine Tochter Ursula Kern erinnerte sich:
Da mein Vater im Dorf derjenige war, der so am meisten Grips hatte und auch reden konnte, da haben die Nazis sich eines Tages gesagt, der könnte das machen und haben ihm das angetragen. Und vor allen Dingen, man konnte damals kaum ablehnen.
Die Parteiorganisation
Stellvertreter Gottschalks wurde Hermann Friedrich, der gleichzeitig Organisationsleiter war.
Albert Heinrich übernahm die Kasse. Ernst Reußner war für Presse und Propaganda zuständig. August Ihlow war Ausbilder.
Margarete Gottschalk leitete die NS-Frauenschaft.
Im November 1938 wurde der Stützpunkt Reetz schließlich zur Ortsgruppe der NSDAP erhoben.
Andere nationalsozialistische Organisationen
Die Bevölkerung wurde nicht nur über die NSDAP in das nationalsozialistische Organisationssystem eingebunden.
NS-Frauenschaft
Besonders großen Zuspruch fand die Nationalsozialistische Frauenschaft unter der Leitung von Margarete Gottschalk.
Am Ende des Krieges wurde eine Mitgliederzahl von etwa 120 angegeben.
Ursula Kern erinnerte sich daran, dass viele Frauen vor allem wegen der sozialen Treffen teilnahmen.
SA
Auch einige Reetzer Männer traten der SA bei.
Die braunen Uniformen der Organisation waren bald bei zahlreichen öffentlichen Feierlichkeiten präsent.
Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel
Die nationalsozialistische Führung legte besonderen Wert auf die organisatorische Erfassung der Jugend.
Jungen zwischen zehn und vierzehn Jahren gehörten zum Jungvolk, Mädchen dieses Alters zu den Jungmädeln.
Jugendliche zwischen vierzehn und achtzehn Jahren wurden in Hitlerjugend beziehungsweise Bund Deutscher Mädel organisiert.
Nicht alle Reetzer zeigten dabei die gewünschte Begeisterung.
Bei einer HJ-Veranstaltung im August 1934 wurde beklagt, dass nur wenige Einwohner erschienen seien.
Auch bei einer Kundgebung im März 1935 ließ der Besuch laut dem damaligen Bericht viel zu wünschen übrig.
Die nationalsozialistische Propaganda
Die Propaganda der NSDAP war im Dorf allgegenwärtig.
Sie bestand wesentlich aus der Verehrung Adolf Hitlers und einer nationalsozialistischen Interpretation alles vermeintlich Deutschen.
Am 15. Februar 1934 hielt Pg. Pohl aus Potsdam im Saal des Gastwirtes Mehlitz einen Lichtbildvortrag über Hitlers Leben und die Geschichte der NSDAP.
Am Nachmittag nahmen Schulkinder aus Reetz und Reetzerhütten teil.
Am Abend wurde die Veranstaltung für Erwachsene wiederholt.
Hermann Gottschalk als Propagandist
Hauptlehrer Hermann Gottschalk war als Schulungsleiter der Partei maßgeblich für die politische Propaganda in Reetz verantwortlich.
Er sprach bei Parteiversammlungen, Schulungsabenden und öffentlichen Veranstaltungen.
Seine Autorität als Lehrer und seine Bildung verliehen den nationalsozialistischen Aussagen im Dorf zusätzliches Gewicht.
Schule und nationalsozialistische Erziehung
Auch die von Gottschalk geleitete Schule wurde zunehmend von der nationalsozialistischen Ideologie geprägt.
Bei einem Elternabend im März 1934 wurde die neue politische Ausrichtung der Jugenderziehung ausdrücklich dargestellt.
Die Schule sollte nun im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung erziehen.
Propaganda durch Filme
Filme wurden regelmäßig in den Gasthöfen Mehlitz und Heinrich gezeigt.
Neben Unterhaltungsfilmen wurden auch eindeutig propagandistische Produktionen vorgeführt.
Die Filme kamen zunehmend aus der Gaufilmstelle Kurmark der NSDAP.
Hermann Gottschalk erläuterte bei manchen Vorstellungen die politischen Hintergründe.
Winterhilfswerk
Unter dem Motto Gemeinnutz vor Eigennutz propagierten die Nationalsozialisten die sogenannte Volksgemeinschaft.
Eine wichtige Einrichtung war das Winterhilfswerk, das bedürftige Volksgenossen unterstützen sollte.
Jeden Winter wurden mit großem propagandistischem Aufwand Geld- und Sachspenden gesammelt.
Im November 1936 überwies der Turnverein einen Teil seiner Einnahmen an das Winterhilfswerk.
Anfang 1937 veranstaltete die Kriegerkameradschaft ein Schießen zugunsten der Organisation.
Am 20. April 1936 wurde berichtet, dass in Reetz 1068,63 Reichsmark sowie 250 Zentner Kartoffeln für das Winterhilfswerk gesammelt worden seien.
Die Kirche im Dritten Reich
Auch die Reetzer Kirche entzog sich der sogenannten nationalen Erhebung zunächst nicht.
Nach dem Tod Reichspräsident Hindenburgs am 2. August 1934 läuteten fünf Tage lang jeden Abend die Kirchenglocken.
Am 5. August fand ein Trauergottesdienst statt, an dem zahlreiche nationalsozialistische Organisationen und örtliche Vereine teilnahmen.
Im Januar 1935 wurde ein Gottesdienst anlässlich der Rückgliederung des Saargebietes gehalten.
Auch am damaligen Heldengedenktag verband sich das kirchliche Gedenken mit nationalsozialistischer Symbolik.
Kirche und Staat
Die Reetzer Kirche stand damit zeitweise wieder stärker im Dienste des Staates.
Gleichzeitig wurde die Kirche vom nationalsozialistischen Regime schrittweise an den Rand gedrängt.
1937 hörte Hermann Gottschalk nach 27 Jahren auf, in der Kirche die Orgel zu spielen.
1938 mussten evangelische Pfarrer der altpreußischen Union einen Treueeid auf Hitler leisten.
Nationalsozialistische Feiern
Bestehende Feste wurden politisch umgestaltet und neue nationalsozialistische Feiern eingeführt.
Dazu gehörten Sonnenwendfeiern, Erntedankfeste, der 1. Mai, der Jahrestag der Machtübernahme sowie Hitlers Geburtstag.
Sonnenwendfeier
Ab 1934 wurde auf dem Mühlenberg eine Sonnenwendfeier veranstaltet.
Schuljugend, Hitlerjugend, SA, BdM und Parteiorganisationen nahmen daran teil.
Erntedank
Auch das traditionelle Erntedankfest wurde für nationalsozialistische Propaganda genutzt.
1935 waren Häuser mit Tannengrün, Eichenlaub, Blumen und Früchten geschmückt.
Erstmals dominierten ausschließlich Hakenkreuzfahnen das Straßenbild.
Ein Gottesdienst bildete den Auftakt. Danach folgte ein Festzug durch das Dorf.
Der 1. Mai
Der 1. Mai wurde zunehmend zu einem nationalsozialistischen Staatsfest umgestaltet.
1936 wurde im Dorf ein zwölf Meter hoher Maibaum errichtet.
Hitlerjugend, SA, politische Leiter, BDM und Arbeitsfront beteiligten sich am Umzug.
Der 30. Januar
Auch der Jahrestag der nationalsozialistischen Machtübernahme wurde regelmäßig gefeiert.
1937 fand im Mehlitzschen Saal eine große Kundgebung mit Parteiformationen, Kriegerkameradschaft, Schuljugend und Männergesangsverein statt.
Hitlers 50. Geburtstag
Der Personenkult erreichte am 20. April 1939 einen Höhepunkt.
Auch Reetz wurde für den 50. Geburtstag Hitlers besonders stark geschmückt.
Im Parteilokal Heinrich fand eine Feierstunde mit Hitlerjugend, SA und NSKK statt.
Vierzehnjährige Jungen und Mädchen wurden in Hitlerjugend beziehungsweise BDM übernommen.
Dorfereignisse
Am 18. Februar 1935 wurde Richard „Erdmann“ Senst erneut in das Amt des Amtsvorstehers eingeführt.
Am 21. Oktober 1935 wurden neue Gemeinderäte eingesetzt.
Hermann Friedrich blieb Bürgermeister. Kurt Grohmann wurde erster Beigeordneter, Otto Kühne zweiter Beigeordneter.
Die Zusammensetzung zeigt, dass die politische Führung des Dorfes trotz des Regimewechsels teilweise in denselben Händen blieb wie zuvor.
Judenpolitik in Reetz
Die Einwohner von Reetz wurden durch Presse, Parteiveranstaltungen und Ausstellungen ausführlich mit der antisemitischen Rassenpolitik des nationalsozialistischen Staates konfrontiert.
Die Belzig-Reetz-Wiesenburger Zeitung berichtete regelmäßig und zustimmend über Maßnahmen gegen Menschen jüdischer Herkunft.
Am 17. August 1935 sprach Hermann Gottschalk bei einem Sprechabend der NSDAP über Juden und andere von der Partei definierte Feindbilder.
Im November 1935 kam die Rassenpolitische Wanderausstellung des Gaues Kurmark der NSDAP nach Reetz.
Schulkinder aus Reetz, Reetzerhütten und Reppinichen besuchten die Ausstellung am Tage.
Am Abend kamen mehrere hundert Einwohner zur Eröffnungsveranstaltung.
Gottschalk erläuterte das Ausstellungsmaterial im Sinne der nationalsozialistischen Rassen- und Bevölkerungspolitik.
Nach dem Novemberpogrom 1938
Nach den Novemberpogromen von 1938 berichtete die Lokalzeitung ausführlich über neue antijüdische Maßnahmen und Gesetze.
Auch bei Parteiveranstaltungen wurde die antisemitische Propaganda weiter verschärft.
Im Januar 1939 fand im Saal bei Mehlitz ein antisemitischer Lichtbildvortrag der Gaupropagandaleitung Kurmark statt.
Wenige Tage später, am 30. Januar 1939, hielt Hitler vor dem Reichstag eine Rede, in der er die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung Europas im Falle eines neuen Weltkrieges ankündigte.
Anmerkungen
Pg. = Parteigenosse der NSDAP.
DAF = Deutsche Arbeitsfront.
SA = Sturmabteilung der NSDAP.
BDM = Bund Deutscher Mädel.
HJ = Hitlerjugend.
PO = Parteiorganisation der NSDAP.
NSKK = Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps.